Diese Anerkennung tat wirklich sehr gut

Das Lob von Seite der St. Galler und Glarner Regierung spornt die Talgemeinschaft Sarganserland-Walenseee (TSW) natürlich zu weiteren Taten an.

120 Ehrenamtliche engagieren sich in Vorstand und zehn Kommissionen zugunsten der Bevölkerung im Gebiet Sarganserland-Walensee. Der 1954 gegründeten Organisation gehören heute über 500 Mitglieder an: u.a. Gemeinden, Korporationen, Firmen, Privatpersonen. TSW-Präsident Jürg Stopp lud mit dem Verweis auf das Anmeldeformular auf der Website noch mehr Personen zu einer Mitgliedschaft und Unterstützung ein. Damit werde die Schlagkraft der TSW noch gestärkt. Der Leistungsausweis beim Engagement zugunsten regionaler Anliegen (aktuell Spitalerhalt sowie Kantonsschule und Campus Sargans) der TSW ist beachtlich. Und nur gemeinsam und Gemeindegrenzen überschreitend lassen sich die Ziele für Sarganserland-Walensee erreichen. Sachliche Argumentation, Beharrlichkeit, Zielstrebigkeit, Präsenz inner- und ausserhalb der Region lohnen sich, wie es sich für die TSW und ihre Einwohnerschaft über Jahrzehnte auszahlte. Schliesslich gingen die Gastredner auch auf aktuelle Themen in ihren Kantonen ein: Kaspar Becker auf die Umwelttraktanden an der Landgemeinde und Fredy Fässler auf die Auswirkungen des Ukrainekrieges.

Aktuelles Beispiel Spital Walenstadt

Hier setzten der St. Galler Regierungsrat Fredy Fässler und sein Glarner Kollege Kaspar Becker ein. In einer Art Aussensicht fanden sie anerkennende Worte für die TSW. Die TSW wirkt seit über 60 Jahren Kantonsgrenzen übergreifend mit Erfolg. Dieses selbstbewusste Auftreten zugunsten der einheimischen Bevölkerung wird auch in den Kantonshauptstädten mit Respekt wahrgenommen. Diese Äusserungen taten der TSW natürlich sehr gut und sind Ansporn zum zukünftigen Wirken. Sie waren auch Beweis, dass gemeinsames regionales Auftreten zum Erfolg führt. Angefügt werden darf hier der erfolgversprechende Einsatz der TSW in Kooperation mit anderen Organisationen zum Erhalt des Spital Walenstadt. Die St. Galler Regierung unterstützt das Zusammengehen mit dem Kantonsspital Graubünden. Nun ist der Kantonsrat an der Reihe. Die Frage blieb im Raum, warum die Bündner einen Erfolg sehen und die St. Galler das Sarganserländer Spital schliessen wollten.

HV-Traktanden durchgewunken

Natürlich wurden im Rahmen der 68. HV im Hotel Post in Sargans die ordentlichen Traktanden in zustimmendem Sinne behandelt. Grundlage bildete die umfassende Information im Geschäftsbericht 2021. Angekündigt war nach zehn Jahren der Rücktritt von Sandro Ullmann, Sargans, als Vertreter der Stiftung Rheinau-Giessen im TSW-Vorstand. Die Stiftung wird die Nachfolge vorschlagen.

Jörg Tanner, Präsident der Gastgebergemeinde Sargans mit Zentrumsfunktion, plädierte für regionale Lösungen in Bereichen wie Gesundheits- und Altersversorgung, Kantons- und Berufsschule mit Campus. Eine Sicht über die Gemeindegrenzen hinaus sei unerlässlich, Visionen für die zukünftige Entwicklung wichtig und Gehör finden bei der St. Galler Regierung mehr als nur eine Hoffnung.

Die Lehrende Geigerin und TSW-Kulturpreisträgerin 2021 Scarlette Stocker, Sargans, und die Lernende Lara Bianchi, Vättis, hatten das Vergnügen die HV mit ihren Violinen musikalisch zu umrahmen.

Abschluss bildete das Netzwerken an einem von TSW und Tagungsgemeinde gesponsorten Apéro.

Anerkennung mehr als verdient

Wer den beruflichen, politischen und freizeitlichen Leistungsausweis von Hans Werner Widrig, Bad Ragaz sieht, findet ihn nicht nur beachtlich sondern vorbildlich und gleichzeitig aussergewöhnlich für die Region Sarganserland Walensee. Schon 2002 ernannte ihn die Talgemeinschaft Sarganserland-Walensee zu ihrem Ehrenpräsidenten. 2022 doppelte sie nach und führt jetzt setzt seinen Namen auf ihrer Ehrentafel im Schloss Sargans.

Laudator und alt Kantonsrat David Imper, Heiligkreuz, ein Weggefährte von Hans Werner Widrig, skizzierte an der TSW-Hauptversammlung letzten Samstag das Wirken des Geehrten nach dem Motto «Das Werk soll seinen Meister loben». Der Rückblick auf das Wirken von Hans Werner Widrig in der Gemeinde Bad Ragaz, im Sarganserland und Kanton St. Gallen sowie in der Schweiz ist eigentlich ohne Beispiel und immens. Dabei wurde er stets von seiner Frau Els tatkräftig unterstützt.

Den Einsatz von Hans Werner Widrig hier aufzulisten ist vom Umfang her praktisch unmöglich. David Imper versuchte ihn aufzuzeigen. Das liess die HV-Besuchenden Staunen und Anerkennung zu zollen. Und was Hans Werner Widrig anpackte, davon war er überzeugt, überzeugte viele Andere und stand voll hinter dem Thema. Sein Organisationstalent, seine Führungskompetenz, seine Genauigkeit, sein Tempo, sein Netzwerken und Türen öffnen, sein Kontakt mit allen Bevölkerungsschichten waren einfach phänomenal. Überzeugte ihn ein Anliegen aus gewerbllichen, bäuerlichen, schulischen oder politischen Kreisen, durfte man sich über seine volle Unterstützung freuen. Und dies waren nicht wenige Bittstellende. Krönung seiner politischen Laufbahn bildeten die zwölf Jahre im Nationalrat. Damit rückten das Sarganserland und Bundesbern näher zusammen mit entsprechenden positiven Auswirkungen vor allem für das Sarganserland. Auch heute ruht sein Engagement nicht, er präsidiert den Freundeskreis des Klosters Mels. Mit der Erwähnung von Hans Werner Widrig auf der Ehrentafel will die TSW das umfassende Wirken nochmals zum Ausdruck bringen und ihm danken. HWW, wir er auch genannt wird, nahm die Ehrung mit Freude entgegen.
Image

Am TSW-Gästetisch: Regierungsrat Kaspar Becker, Regierungsrat Fredy Fässler, Gemeindepräsident Guido Fischer (links von vorne) sowie TSW-Vizepräsident Bruno Gallati, Gemeindepräsident Marcel Benz und Gemeindepräsident Jörg Tanner (recht von vorne).

Bild: Guido Städler