Keine grossen Fasnachtsumzüge 2022

Nächsten Februar und anfangs März wird es coronabedingt nach 2021 wieder keine Fasnachtsumzüge im Sarganserland geben. Alle sind abgsagt.

Von Guido Städler

Das Umfrageergebnis der Kommission Fasnacht der Talgemeinschaft-Sarganserland-Walensee (TSW) ist eindeutig: Es wir 2022 keine Fasnachtsumzüge geben, so der einheitliche Tenor am vergangenen Wochenende. Die Beschlüsse des Bundes vom letzten Freitag haben die Entscheide vor Ort bestärkt. Die Handhabung der Grossveranstaltungen sowie die Risiken und die Haftung sind für die Veranstalter zu hoch.

Risiken bei Grossveransaltungen

Sämtliche Fasnachtsgesellschaften, die für die Umzugsorganisation zuständig sind, haben die Durchführung abgesagt: Pfäfers, Bad Ragaz, Wangs, Sargans, Mels, Flums, Berschis und Walenstadt. Die Gesellschaften begrüssen eine gemeinsame Stellungnahme unter dem Dach der Talgemeinschaft.

Überall wurden die Absagentscheide mit grossem Bedauern gefällt. Gleichzeitig aber besteht die Hoffnung 2023 nach zwei Jahren Unterbruch die traditionellen Umzüge wieder durchführen zu können. Die Umzüge finden bekanntlich mit den Teilnehmenden als auch mit dem Publikum in grossen und dichtgedrängten Menschenansammlungen statt. Dies erlaubt keine regelkonformen Abstände und Kontrollen.

Einiges ist möglich

Anders sieht es bei den Freiluftveranstaltungen mit weniger Publikum und grösseren Abständen aus. So finden nach heutigem Stand gemäss der FG Walenstadt die Dominospringen und das Rölliärgern auf den Strassen im Städtchen statt. Oder in Flums verköstigt der Hofnarr die Schüler und die Flumser Chrousi treten auf. Andere Fasnachtsgesellschaften und Veranstalter werden den Beispielen folgen.

Auch Innenraumveranstaltungen können bei Einhaltung der Regeln stattfinden. Als Beispiel gelten Auftritte von Schnitzelbanken. Kaum gefährdet sein wird das Erscheinen der Fasnachtszeitungen. Die dort publizierten Episoden ereignen sich ja meist in der fasnachtsfreien Zeit.

Alternative zum Fasnachtskalender

Auch der Fasnachtskalender 2022 erschient nicht. Alternativ wird der «Sarganserländer» eine Spezialseite mit den Terminen von durchführbaren Veranstaltungen bearbeiten. Der Eingabetermin ist auf den 31. Januar verschoben. Daten können unter tsw@talgemeinschaft oder redaktion@sarganerlaender.ch eingegeben werden. Selbstverständlich steht es den Fassnachtgesellschaften und weitern Veranstaltern offen ihre Information auch unter Gemeinden in der Zeitung zu publizieren. Mit weitern Durchführungsentscheiden warten die Veranstalter verständlicherweise bis kurz vor die Hauptfasnacht zu, um auf die zu jenem Zeitpunkt geltenden Regeln reagieren zu können.
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2022 vermutlich auch in Mels keine Böllensuppe: Der dortige und letzte Umzug in Sarganserland ist ebenfalls abgesagt.

Archivbild Guido Städler